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Dokumentar Film Reihe: coffeeshots

1.1. SYNOPSIS 

"ROTES GOLD AUS AETHIOPIEN" ist der Pilotfilm zu einer Reihe von Essay-Filmen ĂŒber spezielle Kaffees in LĂ€nder wie Indonesien, Peru, Ruanda, Nepal, etc.

SpezialitĂ€ten-Kaffees sind vergleichbar mit sorgsam hergestellten QualitĂ€tsweinen, nur ist dies einem Grossteil der breiten Oeffentlichkeit kaum bewusst - abgesehen etwa von den berĂŒhmtesten Kaffees wie Jamaica Blue Mountain oder Kopi Luwak (Katzenkaffee). In jedem Produzentenland finden sich Trouvaillen, d.h. Plantagenbetreiber, die versuchen herausragende Kaffeebohnen zu produzieren, welche mit herkömmlichen Kaffees nicht zu vergleichen sind. 

Als Start dieser Reihe von Dokumentar-Filmen wurde bewusst Aethiopien gewÀhlt, weil Aethiopien das Ursprungsland des Arabica-Kaffees ist. In den bescheidenen 2% Urwald, die vom Abholzen verschont blieben, wachsen die letzten "Gen-Reserven" an Arabicas dieser Welt. 

Aethiopien ist zudem eines der wenigen ProduzentenlÀnder, das eine veritable, eigene Kaffee-Trinkkultur hat. Das widerspiegelt sich in aufwendigen Zeremonien. 

90% des Kaffees wird von Kleinbauern produziert. Darunter befindet sich eine Vielzahl an Kleinplantagen, auf denen SpezialitĂ€tenkaffees produziert werden. Ausserdem befinden sich diese Kleinplantagen hĂ€ufig an eindrĂŒcklichen Orten. Zu nennen wĂ€re etwa der Klosterkaffee vom Lake Tana; dort produzieren die Priester des alten koptischen Klosters auf in Mitten einer ĂŒberschaulichen Insel im Lake Tana Kaffee. 

Im Zentrum des ersten Film-Essays stehen die ausserordentlichen Kaffees von Aethiopien. Um einen ganzheitlichen Eindruck der Kaffeeproduktion zu erzeugen, werden Themen wie das schwierige soziale Umfeld der Produktionen, aber auch das reiche kulturelle Erbe Aethiopiens thematisiert. Und nicht zuletzt soll das illusionierte Bild, Aethiopien sei eine einzige "dĂŒrre Landschaft" korrigiert werden; Aethiopien ist geprĂ€gt von seiner wundervollen Landschaft und seiner ganz eigenen Topografie. 

1.2. AUSFÜHRLICHE SYNOPSIS 

Obwohl Kaffee das beliebteste GetrĂ€nk der EuropĂ€er ist (noch vor Bier!), ist das Wissen ĂŒber die Kaffeebohne kaum vorhanden. Und das wenige Wissen ist hauptsĂ€chlich beeinflusst von Kaffeewerbung der grossen, multinationalen Konzerne. Von der unendlichen Vielfalt an Aromen ist wenig verankert, da vorwiegend Mischungen konsumiert werden, deren Zusammensetzung hĂ€ufig nicht einmal deklariert wird. 

Der monoton gleiche Geschmack ĂŒber Jahre hat Vorrang vor saisonalen Unterschieden, die auf natĂŒrliche Weise bei jeder Ernte durch unterschiedliche Klimabedingungen zum spezifischen Kaffeearoma beitragen. Diese regelrechte "Desinformation" soll mit dieser Essay-Filmreihe ĂŒber SpezialitĂ€tenkaffee gebrochen werden; die lokalen Provenienzen der unterschiedlichen Kaffees sollen in den Vordergrund gerĂŒckt werden. 

Aethiopien als Ursprungsort der Sorte Arabica beheimatet eine Vielzahl an Kaffee-VarietĂ€ten, die durch ihre natĂŒrliche, unverfĂ€lschte Zuchtweise und das jahrhundertalte Know-How der Kaffeebauern erhalten wird. Aethiopien ist auch eines der wenigen Kaffeeproduzenten- LĂ€nder, dessen Bevölkerung qualitativen Kaffee zu schĂ€tzen weiss. Deshalb wird mehr als die HĂ€lfte der Ernte an hochwertigem Kaffee im Lande selber konsumiert; hĂ€ufig verknĂŒpft mit einer ganz speziellen Kaffeezeremonie, die als Ausdruck der WertschĂ€tzung verstanden werden muss.  

In diesem Film sollen drei verschiedene SpezialitÀten-Kaffees vorgestellt werden: 

1.) Der wilde Arabica-Kaffee aus dem Urwald. Dabei soll der echte "Forest"-Kaffee dokumentiert werden. Ebenso die PflĂŒcker, die nur mit spezifischen Bewilligungen diese Art Kaffee bewirtschaften dĂŒrfen. 

2.) Sogenannte Gartenkaffees von Kleinbauern, die ihre Kaffees auf kleinen Parzellen zusammen mit anderen landwirtschaftlichen Produkten kultivieren. Diese Produktionsweise ist geprÀgt durch den Verzicht von Pestiziden und anderen Chemikalien - gezwungenermassen aus Armut! Die so hergestellte Kaffee-Art macht den grössten Teil der gesamten aethiopische Produktion aus. 

3.) Eine ganz spezielle Plantage auf einer Insel im Lake Tana im Norden des Landes. Dieser Kaffee wird seit 650 Jahren(!) von Priestern des uralten, koptischen Klosters gepflegt und dient als Grundeinkommen fĂŒr ihr Ueberleben. WĂ€hrend rund um den See die WĂ€lder lĂ€ngst abgeholzt sind, haben sich auf den Inseln natĂŒrliche WaldbestĂ€nde erhalten. 

Als weitere Elemente des Films werden die staatlichen Kaffeeverkoster, Kaffeeauktionen, Kaffetransporte, etc. gezeigt. Ein wesentlicher Teil wird auch dem Leben allgemein in Aethiopien gewidmet; mit dieser Einflechtung soll die Stimmung und das GefĂŒhl fĂŒr aethiopischen Kaffee vermittelt werden. 

Das Ziel ist ein Film ĂŒber aethiopischen SpezialitĂ€tenkaffee. Über das Medium Fernseher sollen die vielfĂ€ltigen DĂŒfte und Aromen zu verströmt werden - wenigstens im ĂŒbertragenen Sinn. Dazu ist es unerlĂ€sslich, persönlichen EindrĂŒcken und kleinen Details grosse Beachtung zu schenken und ihnen gebĂŒhrenden Raum zu geben. Der Betrachter soll beim spĂ€teren Genuss einer Tasse aethiopischem Premium-Kaffee die richtigen assoziativen Bilder vor sich sehen. 

1.3. ABSICHT 

Seit mehr als 15 Jahren beschĂ€ftige ich mich mit Kaffee und Kaffeekultur. Ein erster Kontakt bildete eine Anstellung als Freelancer Grafiker im Johann Jacobs Museum in ZĂŒrich, das sich auf die Kulturgeschichte des Kaffees spezialisiert hat. Im jĂ€hrlichen Rythmus wechseln die Ausstellungen und beleuchten immer andere Facetten der Kaffeegeschichte: Kaffeehauskultur, Kaffeeschmuggel, Schweizer Sklaven auf brasilianischen Kaffeeplantagen, Kaffee und Kunst, Cafe Mundo (soziale Geschichte des Kaffees in Costa Rica und Guatemala) und zahlreiche andere Themenbereiche. Ab 1998 wurden die Ausstellungen mit multimedialen Elementen (Touchscreen, Internet, Computer und Film) angereichert, was fĂŒr mich zur Folge hatte, dass ich seither die Filme fĂŒr die Ausstellungen produziere. Diese NĂ€he zum Thema Kaffee bewog mich vor sieben Jahren, mich von der theoretisch-musealen Auseinandersetzung ein wenig zu lösen und zum Wesentlichen des Kaffees vor zu dringen - in die wunderbare Welt des Röstens von Kaffee mit der Faszination der verschiedenen Aromen, Provenienzen, Zubereitungsarten und nicht zuletzt in die Welt der kleinen Kaffeeproduzenten, die analog zu kleinen Weinproduzenten, sich emanzipiert haben und nicht mehr auf Masse, sondern auf QualitĂ€t achten.  

Der allgemeine weltweite Kaffeehandel ist ein Synonym fĂŒr UnterdrĂŒckung und Ausbeutung der Menschen in den Anbaugebieten des Kaffees. PflĂŒcker und PflĂŒckerinnen, aber auch Besitzer von kleinen Plantagen, sind hĂ€ufig machtlos den Mechanismen des Weltmarktpreises ausgeliefert, dessen Gesetze von HĂ€ndlern und Importeuren an den Börsen von New York bis Japan bestimmt werden. Nur der kleinste Teil der Wertschöpfung von Kaffee bleibt in den ErzeugerlĂ€ndern. Das grosse GeschĂ€ft machen HĂ€ndler, Importeure, Grossröstereien und am Ende der Wertschöpfungskette die Restaurants und Kaffeebars. Die Ware Kaffee wird dabei durch starke Labels (Illy, Eduscho, Jacobs, Lavazza, etc.) von der Herkunft und ihren Produzenten entkoppelt und dem Konsumenten als Errungenschaft eben dieser Labels prĂ€sentiert. Das Bild der PflĂŒcker und PflĂŒckerinnen, aber auch der kleinen Plantagenbesitzer wird dabei reduziert auf eine heile, romantische Welt des Kaffees, in der Folklore, bunte Farben, schöne Hochlandschaften und indigene Musik uns vorgaukeln, diesen Menschen gehe es ebenso gut, wie uns der Kaffee schmeckt. Die Spitze der RealitĂ€tsverzerrung sind die edlen Kaffeeboutiquen von Nespresso. Die anstrengende, aufwĂ€ndige und harte Welt der Gewinnung von Rohkaffee wird dort radikal ausgeblendet, Armut und Ausbeutung werden perfid und rigoros mit Luxus und ExklusivitĂ€t kaschiert. 

Die geplante Dokumentarfilm-Reihe will nicht solche offensichtlichen Perversionen des Marktes thematisieren, sondern in lohnenswerter Form das Thema Kaffee mit seiner effektiven Herkunft und den wirklichen Protagonisten verknĂŒpfen. Dazu gehören neben den Kaffeebauern und PflĂŒckerInnen auch Kooperativen und staatliche Kaffee-Organisationen mit ihren Verkostern und BemĂŒhungen, die QualitĂ€t der Ernten zu erhöhen, um daraus ein Premium-Produkt zu machen, das weltweit einen hervorragenden Ruf geniessen kann und als "Origine" wahrgenommen wird. Auf diese Art entkommt der Kaffee der Anonymisierung durch den Welthandel und steigert seinen kulturellen Wert. Diese Art des Vorstellens bietet zweierlei: Einblicke in die Welt der Kaffeeproduktion und des Handels, aber auch eine Sensibilisierung bezĂŒglich des Facettenreichtums der unterschiedlichen Plantagen- und Lagenkaffees. Der Konsument weiss noch herzlich wenig ĂŒber Kaffee im Allgemeinen und noch viel weniger ĂŒber die Anstrengungen kleiner Kaffeebauern, die mit viel Hingabe einen unverwechelbares Produkt von hoher QualitĂ€t produzieren. Solche SpezialitĂ€tenkaffees sind eine grosse Chance fĂŒr diese Menschen, sich vom Welthandel zu emanzipieren und einen guten und gerechten Erlös fĂŒr ihre Arbeit zu bekommen. Denn solche Kaffees sind zusehends begehrter und werden durch spezialisierte Direktimporteure von Gourmet-Kaffees dementsprechend besser bezahlt. 

Die Spezialisierung des Kaffees soll mit diesem Projekt dokumentiert werden. Anhand ausgewÀhlter Kaffeeproduzenten, die einen unverwechselbaren, einzigartigen Kaffee anbauen, der das Zeug dazu hat, ein grosser Gourmet-Kaffee zu werden. 

Im ersten Film dieser Reihe werden 3-4 verschiedene, ganz spezielle Kaffees aus Aethiopien dokumentiert. Er soll Einblick in die VielfĂ€ltigkeit des SpezialitĂ€tenkaffees, sowohl was die Provenienzen betrifft, als auch die unterschiedlichen Situationen des Kaffeehandels dieses Landes gewĂ€hren; ein Land, das bis vor kurzem noch eine Diktatur war und sich erst langsam von dieser politischen Form los zu lösen begonnen hat. Viele Strukturen aus frĂŒheren Zeiten sind noch vorhanden, beispielsweis eine zentralistische Exportwirtschaft. So ist es heute noch ĂŒblich, dass alle Kaffees, die das Land verlassen, von staatlichen Kaffeeverkostern geprĂŒft werden und dem Geschmack entsprechend in Kategorien eingeteilt werden. 

Ein Schwergewicht des Pilotfilms wird der wilde Urwaldkaffee von Kontir sein. Denn dies ist schliesslich der Ursprung aller folgender Kaffee-Dokumentationen. In diesem Urwald wird der wildwachsende Arabica gesammelt. Nebst der Fauna und der UrtĂŒmlichkeit des Kaffees soll auch auf die speziellen Bedingungen fokussiert werden, denen die PflĂŒcker ausgesetzt sind und erfĂŒllen mĂŒssen, um ĂŒberhaupt in den Besitz von Lizenzen zu kommen, die es ihnen erlauben, im Regenwald Kaffee zu pflĂŒcken. Dabei soll auch gezeigt werden, wie die LebensumstĂ€nde dieser KaffeepflĂŒcker und von welcher Bedeutung dieser Kaffee fĂŒr sie ist. Durch die immer grösser werdende Nachfrage nach wildem Kaffee und seiner UrsprĂŒnglichkeit, ist das Ueberleben als letzte unschĂ€tzbare Gen-Ressource fĂŒr alle Plantagen der Welt stark gefĂ€hrdet. Die Produktionsmenge ist natĂŒrlich beschrĂ€nkt. Eine Ausweitung kann nur erreicht werden, wenn der Regenwald gelichtet wird, damit mehr Platz fĂŒr Kaffeepflanzen entsteht. Dieser Teufelskreislauf kann nur durch rigorosen Schutz des Regenwaldes und der lizensierten PflĂŒcker durchbrochen werden. Ob und auf welche Weise dies geschieht, soll mittels Interviews mit massgebenden Persönlichkeiten der staatlichen Institutionen (Landwirtschaftsminister) und der Kaffeeorganisationen untersucht werden. Aber auch einfache Menschen, die in unmittelbarer Umgebung leben, sollen zu Wort kommen und ihre Sicht der Dinge kundtun können. 

Da die aethiopische Kaffeelandschaft von einer ausserordentlichen Viefalt geprÀgt ist, soll auch auf die Unterschiede von wildem Kaffee, Waldkaffee, Halb-Waldkaffee, Gartenkaffee und Plantagenkaffee eingegangen werden, sowie auf die Tatsache, dass 95% der Kaffeeproduktion die Kleinbauern bewÀltigen. 

Aus dem Hochland sĂŒdwestlich von Addis Abebba, Southern Nations, Nationalities and People's (SNNP), stammt ĂŒber die HĂ€lfte der gesamten Kaffeeproduktion von Aethiopien. Hier wird der Hauptteil der Dokumentation realisiert, da die meisten der oben genannten Aspekte und Themen in dieser Region verankert sind und die Welt der SpezialitĂ€tenkaffees Aethiopiens filmisch optimal eingefangen werden kann. 

Um jedoch das reiche Vorkommen an verschiedenen Gourmet-Kaffees und ihrer Gewinnung in Aethiopien umfassend zeigen zu können, wird noch eine SpezialitĂ€t aus dem Norden des Landes vorgestellt: Der Klosterkaffee von den Mönchs-Inseln des Lake Tanas. Dieser Kaffee steht zugleich als Synonym fĂŒr die kulturell reiche Vergangenheit Aethiopiens. Seit Urzeiten kultivieren auf diesen Inseln koptische Klostergemeinschaften Kaffeeplantagen - und dies seit hunderten von Jahren, beinahe unberrĂŒhrt vom Einfluss der Aussenwelt. 

Die Absicht ist es, mit der Neugier und der Faszination eines Liebhabers von speziellen Kaffees und Plantagen, die Protagonisten, also die Bauern, PflĂŒcker und ihre Familien, sowie Zubereitungsarten, die Pflege der Kaffeekultur, die landschaftliche Umgebung in ihrer Schönheit, aber auch in ihrer Armut, zu beleuchten und auf zu zeigen. Das Publikum soll einen echten Einblick in die Herkunft der Gourmet-Kaffees bekommen.

2. DER FILM 

2.1. THEMATIK

Kaffee heute

Vor ca. 25 Jahren war die vielfÀltige Welt des Weines reduziert im Wissen der Konsumenten verankert. Abgesehen von einigen wenigen Grand Crus waren die meisten Weine Verschnitte von einigen Weingebieten eines Landes. In den Restaurants und Verkaufslokalen war die Auswahl klein. Dann fand, aufgrund einiger Skandale und dem immer schlechter werdenden Ruf dieser Art Wein, ein Umdenken statt. Vorallem kleine Weingute begannen, mehr auf QualitÀt denn auf QuantitÀt zu achten und beschÀftigten sich mit dem sorgfÀltigen Ausbau der Weine beim Keltern. Heute haben wir eine beinahe unerschöpfliche Auswahl an qualitativen Weinen aus fast allen Regionen. 

Ein Àhnliches Umdenken findet im KaffeegeschÀft statt. Vorallem kleinere Röstereien geben sich nicht mehr zufrieden mit anonymem Rohkaffee, der aus verschiedenen Plantagen zusammengemixt wird und nach groben Kriterien (Columbian Milds, other Milds, etc.) der Warenbörse klassifiziert wird. Oberstes Prinzip ist nicht mehr die konstant gleich schmeckende Mischung, die den einzelnen Provenienzen der jeweiligen LÀnder keine Beachtung schenkt. 

Immer mehr Konsumenten und kleine Röstereien wollen wissen, wer den Rohkaffee produziert hat, welche Hazienda sich bei der Aufzucht, Ernte und Aufbereitung besonders MĂŒhe gegeben hat. Es sind nicht mehr die anonymen Mischungen von grossen Labels, von denen man keine Ahnung hat, welcher Kaffee verwendet wird, die das Besondere ausmachen. Langsam dringt ins Bewusstsein der Konsumenten, dass einzelne, sortenreine Plantagenkaffees einen wunderbaren, spezifischen Geschmack haben können, der weit interessanter ist als jede noch so gelungene Mischung. Auf der anderen Seite manifestiert sich unter den vorallem kleinen Kaffeeproduzenten, dass sich weltweit langsam ein SpezialitĂ€tenkaffeemarkt etabliert, der es ihnen ermöglicht, sich auf die QualitĂ€t ihres Kaffees zu konzentrieren und einen weitaus höheren Erlös zu erzielen als mit Massenproduktion. Durch Direktimporte werden viele ZwischenhĂ€ndler ausgeschaltet und der Konsument kann dadurch zurĂŒckverfolgen, von welchem Produzenten oder von welcher Lage der jeweilige Kaffee stammt. Terroir, UmwelteinflĂŒsse und sorgfĂ€ltige Ernte bestimmen die jeweilige Ernte eines Jahres und können Schwankungen unterliegen, die man in der Tasse schmeckt. Diese SpezialitĂ€tenkaffees werden zusehends zu einem eigenen Label, das nicht kĂŒnstlich generiert werden muss, sondern sich einen Namen macht durch QualitĂ€t und spezifische, eigene Aromakomponenten. Erst kĂŒrzlich hat der Staat Aethiopien vor einem amerikanischen Gericht den Schutz der Kaffeebezeichnungen "Sidamo, Yrgacheffe und Harare" als Label gegen den harten Widerstand des Multis Starbucks durchsetzen können und somit auch einen wichtigen Kampf gewonnen, der es ermöglicht, dass der Mehrwert eines QualitĂ€t-Produktes eher den Produzenten zugute kommt und ihnen so ermöglicht, am Ausbau von guten Kaffees weiter zu arbeiten. 

Auch die weltweite Vernetzung durch das Internet gibt kleinen Kaffeeplantagen die Möglichkeit, ihre Ernte direkt zu vermarkten und so den gerechten Lohn ihrer MĂŒhe zu bekommen. Wenn ihr Kaffee von herausragender QualitĂ€t ist, dann ist es nicht selten, dass sie fĂŒr ihre Ernte bis zum fĂŒnffachen des ĂŒblichen Preises erzielen. 

Es existieren inzwischen unzÀhlige kleine Plantagen, die sich weltweit darauf konzentrieren, solche SpezialitÀtenkaffees zu produzieren. Nur ist dies noch nicht ganz bis zu den Konsumenten in den IndustrielÀnder durchgedrungen, da die geballte Werbemacht der grossen Konzerne und ihrer Labels daran kein Interesse haben können. 

Hinter den einzelnen SpezialitĂ€tenkaffees stecken wundervolle Geschichten, die in dieser Dokumentarfilm-Reihe erzĂ€hlt werden; da gibt es die Yanesha-Indianer in Peru, die jahrelang von der Regierung und den kĂ€mpfenden RevolutionĂ€ren des "Leuchtenden Pfades" gleichermassen terrorisiert wurden, bis sie vor einigen Jahren als Wiedergutmachung die Erlaubnis bekamen, in einem Nationalpark sanfte Landwirtschaft zu betreiben. Mit Hilfe von Agrarspezialisten etablierten sie in wenigen Jahren einen herausragenden Kaffee, der von Anfang an als SpezialitĂ€tenkaffee gedacht war. Oder die Volksgruppe der Torajas in Indonesien, die in ihren kleinen Gartenplantagen einen Kaffee produzieren, der wohl als der sorgfĂ€ltigst aufbereitete Kaffee der Welt gilt, da die Familienmitglieder jede einzelne Kaffeebohne begutachten und von Hand polieren, bis sie in makellosem jadegrĂŒn erscheint und so das strenge QualitĂ€tskriterium der Torajas erfĂŒllt und in handgeschnitzte, kleine HolzfĂ€sser abgefĂŒllt werden kann. Oder der Kaffee aus Papua Neuguinea, der von Familienclans in unzugĂ€nglichen, kleinen Plantagen mitten im Dschungel des Hochlandes, gezĂŒchtet wird. Um die QualitĂ€tskriterien eines Gourmetkaffees zu vermitteln, war es notwendig, ein Comics zu zeichnen, da in diesem Land beinahe jeder Clan eine eigene Sprache spricht. Abgesehen davon gibt es zahlreiche Geschichten aus Indien, Kuba, Brasilien Ruanda, etc zu erzĂ€hlen. Alle haben ihre individuelle Eigenheit und Mystik, doch allenist eines gemeinsam: Hervorragender Kaffee! Und deshalb bin ich davon ĂŒberzeugt, dass diese Geschichten erzĂ€hlt werden sollen und beim beim Publikum auf grosse Beliebtheit stossen werden. 

Drehort Aethiopien 

Der erste Film in dieser Dokumetar-Reihe befasst sich mit SpezialitĂ€tenkaffees aus Aethiopien und beschrĂ€nkt sich hinsichtlich der vielen guten Kaffees, die hier produziert werden, auf die Hochebene sĂŒdwestlich von Addis Abbeba und auf die Inseln im Lake Tana nordwestlich von Addis Abbeba, sowie die Stadt Addis Abbeba selbst, wo sich das nationale Kaffeeboard befindet. Um in Aethiopien filmen zu können, braucht es fĂŒr jeden Standort eine Drehgenehmigung, die streng kontrolliert wird. Dies macht es schwierig, vor Ort auf spezifische Eigenheiten zu reagieren, die nicht vorhersehbar waren. Auch ist bekannt, dass die Bevölkerung von Aethiopien trotz ihrer grossen Armut eine stolze Volksgruppe ist, die eine grosse Kultur in sich trĂ€gt. Man kann nicht einfach "drauflos" filmen, sondern muss zuerst das Vertrauen der Protagonisten gewinnen und die Erlaubnis, sie zu filmen. Es ist schwierig, im Vorfeld der Produktion genau zu definieren, wie der Pilotfilm schlussendlich aussehen wird und erfordert eine gewisse FlexibilitĂ€t bezĂŒglich der definitiven Inhalte, abgesehen von SpezialitĂ€tenkaffe und Kaffeekultur.

Beteiligung an Produktionskosten fĂŒr den Dokumentarfilm 

“ROTES GOLD AUS AETHIOPIEN” 
Das Wissen ĂŒber Gourmet-Kaffees ist noch ausgesprochen gering in der Bevölkerung. Deshalb plant Kaffeepur AG (media), alljĂ€hrlich einen Dokumentarfilm zu produzieren, indem von einem bestimmten Kaffeeproduzenten-Land seine besten Provenienzen vorgestellt werden. Als Pilotfilm beginnen wir mit der Urheimat des Arabicas; Aethiopien. 

Die Produktion eines Dokumentarfilmes ist sehr kostspielig und ĂŒbersteigt die Möglichkeiten der kleinen Gourmet-Rösterei Kaffeepur AG, weshalb wir noch Sponsoren und Koproduzenten suchen. Nachstehend sind 3 mögliche Varianten aufgelistet, wie Sie in dieses spannende Projekt investieren können. 

VARIANTE 1: SPONSORING 

Mit einem Betrag von CHF 3000.- werden Sie Sponsor des Pilotprojektes “ROTESGOLDAUS AETHIOPIEN”und namentlich im Nachspann des Filmes, sowie auf dem Umschlag der DVD-Auskoppelung, genannt. 

VARIANTE 2: SPONSORING + KAUF VON 5 MIN. FILMMATERIAL 

Mit einem Betrag von CHF 6000.- werden Sie Sponsor des Pilotprojektes “ROTESGOLDAUS AETHIOPIEN”und namentlich im Nachspann des Filmes, sowie auf dem Umschlag der DVD-Auskoppelung, genannt. Zudem erhalten Sie das Recht, 5 Minuten vom Filmmaterial fĂŒr eigenen Zwecke zu gebrauchen (Schulung, Messeauftritt, Werbung, etc.) Auf Wunsch ĂŒbernehmen wir fĂŒr Sie den gewĂŒnschten Filmschnitt (reduzierter Stundenansatz: CHF 70.- inkl. Schnittstudio). 

VARIANTE 3: COPRODUZENT 

Mit einem Betrag von CHF 20’000.- werden Sie Coproduzent. Bei einer erfolgreicher Vermarktung erhalten Sie die Investition zurĂŒck und sind mit 10% am Gewinn beteiligt. Zudem werden Sie im Nachspann sowie auf der DVD-Auskoppelung als Koproduzent aufgefĂŒhrt.

Als Beilage erhalten Sie eine Projektbeschreibung und einen zusammengefassten Budget-Plan. Es ist geplant, den Dokumentarfilm in einer deutschen und englischen Fassung zu produzieren und ihn in der Schweiz, BRD, Österreich und im englischen Sprachbereich an TV-Stationen anzubieten. Die Dreharbeiten am Pilotfilm “ROTES GOLD AUS AETHIOPIEN” beginnen bereits am 22. Nov. bis 6. Dez. 08, weshalb eine Investition oder Sponsoring relativ kurzfristig erfolgen sollte. Bei Interesse bin ich gerne bereit, Ihnen persönlich ausfĂŒhrlich ĂŒber die geplante Dokumentarfilm-Reihe “COFFEESHOTS” zu erzĂ€hlen. Es wĂŒrde mich sehr freuen, Sie ĂŒber die eine oder andere Beteiligungsvariante mit an “Bord” zu haben und freue mich auf Ihre Reaktion. 


Mit den besten GrĂŒssen 
Angelo Staeldi 
Gourmet-Röster + Filmemacher 

Kaffeepur AG Media  /  Mellingerstrasse 10  /  Postfach 5443 Niederrohrdorf  

www.coffeeshots.de       www.kaffeepur.ch 

Kontakt: kaffee@kaffeepur.chÂ