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Dokumentar Film Reihe: coffeeshots

1.1. SYNOPSIS 

"ROTES GOLD AUS AETHIOPIEN" ist der Pilotfilm zu einer Reihe von Essay-Filmen über spezielle Kaffees in Länder wie Indonesien, Peru, Ruanda, Nepal, etc.

Spezialitäten-Kaffees sind vergleichbar mit sorgsam hergestellten Qualitätsweinen, nur ist dies einem Grossteil der breiten Oeffentlichkeit kaum bewusst - abgesehen etwa von den berühmtesten Kaffees wie Jamaica Blue Mountain oder Kopi Luwak (Katzenkaffee). In jedem Produzentenland finden sich Trouvaillen, d.h. Plantagenbetreiber, die versuchen herausragende Kaffeebohnen zu produzieren, welche mit herkömmlichen Kaffees nicht zu vergleichen sind. 

Als Start dieser Reihe von Dokumentar-Filmen wurde bewusst Aethiopien gewählt, weil Aethiopien das Ursprungsland des Arabica-Kaffees ist. In den bescheidenen 2% Urwald, die vom Abholzen verschont blieben, wachsen die letzten "Gen-Reserven" an Arabicas dieser Welt. 

Aethiopien ist zudem eines der wenigen Produzentenländer, das eine veritable, eigene Kaffee-Trinkkultur hat. Das widerspiegelt sich in aufwendigen Zeremonien. 

90% des Kaffees wird von Kleinbauern produziert. Darunter befindet sich eine Vielzahl an Kleinplantagen, auf denen Spezialitätenkaffees produziert werden. Ausserdem befinden sich diese Kleinplantagen häufig an eindrücklichen Orten. Zu nennen wäre etwa der Klosterkaffee vom Lake Tana; dort produzieren die Priester des alten koptischen Klosters auf in Mitten einer überschaulichen Insel im Lake Tana Kaffee. 

Im Zentrum des ersten Film-Essays stehen die ausserordentlichen Kaffees von Aethiopien. Um einen ganzheitlichen Eindruck der Kaffeeproduktion zu erzeugen, werden Themen wie das schwierige soziale Umfeld der Produktionen, aber auch das reiche kulturelle Erbe Aethiopiens thematisiert. Und nicht zuletzt soll das illusionierte Bild, Aethiopien sei eine einzige "dürre Landschaft" korrigiert werden; Aethiopien ist geprägt von seiner wundervollen Landschaft und seiner ganz eigenen Topografie. 

1.2. AUSFÜHRLICHE SYNOPSIS 

Obwohl Kaffee das beliebteste Getränk der Europäer ist (noch vor Bier!), ist das Wissen über die Kaffeebohne kaum vorhanden. Und das wenige Wissen ist hauptsächlich beeinflusst von Kaffeewerbung der grossen, multinationalen Konzerne. Von der unendlichen Vielfalt an Aromen ist wenig verankert, da vorwiegend Mischungen konsumiert werden, deren Zusammensetzung häufig nicht einmal deklariert wird. 

Der monoton gleiche Geschmack über Jahre hat Vorrang vor saisonalen Unterschieden, die auf natürliche Weise bei jeder Ernte durch unterschiedliche Klimabedingungen zum spezifischen Kaffeearoma beitragen. Diese regelrechte "Desinformation" soll mit dieser Essay-Filmreihe über Spezialitätenkaffee gebrochen werden; die lokalen Provenienzen der unterschiedlichen Kaffees sollen in den Vordergrund gerückt werden. 

Aethiopien als Ursprungsort der Sorte Arabica beheimatet eine Vielzahl an Kaffee-Varietäten, die durch ihre natürliche, unverfälschte Zuchtweise und das jahrhundertalte Know-How der Kaffeebauern erhalten wird. Aethiopien ist auch eines der wenigen Kaffeeproduzenten- Länder, dessen Bevölkerung qualitativen Kaffee zu schätzen weiss. Deshalb wird mehr als die Hälfte der Ernte an hochwertigem Kaffee im Lande selber konsumiert; häufig verknüpft mit einer ganz speziellen Kaffeezeremonie, die als Ausdruck der Wertschätzung verstanden werden muss.  

In diesem Film sollen drei verschiedene Spezialitäten-Kaffees vorgestellt werden: 

1.) Der wilde Arabica-Kaffee aus dem Urwald. Dabei soll der echte "Forest"-Kaffee dokumentiert werden. Ebenso die Pflücker, die nur mit spezifischen Bewilligungen diese Art Kaffee bewirtschaften dürfen. 

2.) Sogenannte Gartenkaffees von Kleinbauern, die ihre Kaffees auf kleinen Parzellen zusammen mit anderen landwirtschaftlichen Produkten kultivieren. Diese Produktionsweise ist geprägt durch den Verzicht von Pestiziden und anderen Chemikalien - gezwungenermassen aus Armut! Die so hergestellte Kaffee-Art macht den grössten Teil der gesamten aethiopische Produktion aus. 

3.) Eine ganz spezielle Plantage auf einer Insel im Lake Tana im Norden des Landes. Dieser Kaffee wird seit 650 Jahren(!) von Priestern des uralten, koptischen Klosters gepflegt und dient als Grundeinkommen für ihr Ueberleben. Während rund um den See die Wälder längst abgeholzt sind, haben sich auf den Inseln natürliche Waldbestände erhalten. 

Als weitere Elemente des Films werden die staatlichen Kaffeeverkoster, Kaffeeauktionen, Kaffetransporte, etc. gezeigt. Ein wesentlicher Teil wird auch dem Leben allgemein in Aethiopien gewidmet; mit dieser Einflechtung soll die Stimmung und das Gefühl für aethiopischen Kaffee vermittelt werden. 

Das Ziel ist ein Film über aethiopischen Spezialitätenkaffee. Über das Medium Fernseher sollen die vielfältigen Düfte und Aromen zu verströmt werden - wenigstens im übertragenen Sinn. Dazu ist es unerlässlich, persönlichen Eindrücken und kleinen Details grosse Beachtung zu schenken und ihnen gebührenden Raum zu geben. Der Betrachter soll beim späteren Genuss einer Tasse aethiopischem Premium-Kaffee die richtigen assoziativen Bilder vor sich sehen. 

1.3. ABSICHT 

Seit mehr als 15 Jahren beschäftige ich mich mit Kaffee und Kaffeekultur. Ein erster Kontakt bildete eine Anstellung als Freelancer Grafiker im Johann Jacobs Museum in Zürich, das sich auf die Kulturgeschichte des Kaffees spezialisiert hat. Im jährlichen Rythmus wechseln die Ausstellungen und beleuchten immer andere Facetten der Kaffeegeschichte: Kaffeehauskultur, Kaffeeschmuggel, Schweizer Sklaven auf brasilianischen Kaffeeplantagen, Kaffee und Kunst, Cafe Mundo (soziale Geschichte des Kaffees in Costa Rica und Guatemala) und zahlreiche andere Themenbereiche. Ab 1998 wurden die Ausstellungen mit multimedialen Elementen (Touchscreen, Internet, Computer und Film) angereichert, was für mich zur Folge hatte, dass ich seither die Filme für die Ausstellungen produziere. Diese Nähe zum Thema Kaffee bewog mich vor sieben Jahren, mich von der theoretisch-musealen Auseinandersetzung ein wenig zu lösen und zum Wesentlichen des Kaffees vor zu dringen - in die wunderbare Welt des Röstens von Kaffee mit der Faszination der verschiedenen Aromen, Provenienzen, Zubereitungsarten und nicht zuletzt in die Welt der kleinen Kaffeeproduzenten, die analog zu kleinen Weinproduzenten, sich emanzipiert haben und nicht mehr auf Masse, sondern auf Qualität achten.  

Der allgemeine weltweite Kaffeehandel ist ein Synonym für Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen in den Anbaugebieten des Kaffees. Pflücker und Pflückerinnen, aber auch Besitzer von kleinen Plantagen, sind häufig machtlos den Mechanismen des Weltmarktpreises ausgeliefert, dessen Gesetze von Händlern und Importeuren an den Börsen von New York bis Japan bestimmt werden. Nur der kleinste Teil der Wertschöpfung von Kaffee bleibt in den Erzeugerländern. Das grosse Geschäft machen Händler, Importeure, Grossröstereien und am Ende der Wertschöpfungskette die Restaurants und Kaffeebars. Die Ware Kaffee wird dabei durch starke Labels (Illy, Eduscho, Jacobs, Lavazza, etc.) von der Herkunft und ihren Produzenten entkoppelt und dem Konsumenten als Errungenschaft eben dieser Labels präsentiert. Das Bild der Pflücker und Pflückerinnen, aber auch der kleinen Plantagenbesitzer wird dabei reduziert auf eine heile, romantische Welt des Kaffees, in der Folklore, bunte Farben, schöne Hochlandschaften und indigene Musik uns vorgaukeln, diesen Menschen gehe es ebenso gut, wie uns der Kaffee schmeckt. Die Spitze der Realitätsverzerrung sind die edlen Kaffeeboutiquen von Nespresso. Die anstrengende, aufwändige und harte Welt der Gewinnung von Rohkaffee wird dort radikal ausgeblendet, Armut und Ausbeutung werden perfid und rigoros mit Luxus und Exklusivität kaschiert. 

Die geplante Dokumentarfilm-Reihe will nicht solche offensichtlichen Perversionen des Marktes thematisieren, sondern in lohnenswerter Form das Thema Kaffee mit seiner effektiven Herkunft und den wirklichen Protagonisten verknüpfen. Dazu gehören neben den Kaffeebauern und PflückerInnen auch Kooperativen und staatliche Kaffee-Organisationen mit ihren Verkostern und Bemühungen, die Qualität der Ernten zu erhöhen, um daraus ein Premium-Produkt zu machen, das weltweit einen hervorragenden Ruf geniessen kann und als "Origine" wahrgenommen wird. Auf diese Art entkommt der Kaffee der Anonymisierung durch den Welthandel und steigert seinen kulturellen Wert. Diese Art des Vorstellens bietet zweierlei: Einblicke in die Welt der Kaffeeproduktion und des Handels, aber auch eine Sensibilisierung bezüglich des Facettenreichtums der unterschiedlichen Plantagen- und Lagenkaffees. Der Konsument weiss noch herzlich wenig über Kaffee im Allgemeinen und noch viel weniger über die Anstrengungen kleiner Kaffeebauern, die mit viel Hingabe einen unverwechelbares Produkt von hoher Qualität produzieren. Solche Spezialitätenkaffees sind eine grosse Chance für diese Menschen, sich vom Welthandel zu emanzipieren und einen guten und gerechten Erlös für ihre Arbeit zu bekommen. Denn solche Kaffees sind zusehends begehrter und werden durch spezialisierte Direktimporteure von Gourmet-Kaffees dementsprechend besser bezahlt. 

Die Spezialisierung des Kaffees soll mit diesem Projekt dokumentiert werden. Anhand ausgewählter Kaffeeproduzenten, die einen unverwechselbaren, einzigartigen Kaffee anbauen, der das Zeug dazu hat, ein grosser Gourmet-Kaffee zu werden. 

Im ersten Film dieser Reihe werden 3-4 verschiedene, ganz spezielle Kaffees aus Aethiopien dokumentiert. Er soll Einblick in die Vielfältigkeit des Spezialitätenkaffees, sowohl was die Provenienzen betrifft, als auch die unterschiedlichen Situationen des Kaffeehandels dieses Landes gewähren; ein Land, das bis vor kurzem noch eine Diktatur war und sich erst langsam von dieser politischen Form los zu lösen begonnen hat. Viele Strukturen aus früheren Zeiten sind noch vorhanden, beispielsweis eine zentralistische Exportwirtschaft. So ist es heute noch üblich, dass alle Kaffees, die das Land verlassen, von staatlichen Kaffeeverkostern geprüft werden und dem Geschmack entsprechend in Kategorien eingeteilt werden. 

Ein Schwergewicht des Pilotfilms wird der wilde Urwaldkaffee von Kontir sein. Denn dies ist schliesslich der Ursprung aller folgender Kaffee-Dokumentationen. In diesem Urwald wird der wildwachsende Arabica gesammelt. Nebst der Fauna und der Urtümlichkeit des Kaffees soll auch auf die speziellen Bedingungen fokussiert werden, denen die Pflücker ausgesetzt sind und erfüllen müssen, um überhaupt in den Besitz von Lizenzen zu kommen, die es ihnen erlauben, im Regenwald Kaffee zu pflücken. Dabei soll auch gezeigt werden, wie die Lebensumstände dieser Kaffeepflücker und von welcher Bedeutung dieser Kaffee für sie ist. Durch die immer grösser werdende Nachfrage nach wildem Kaffee und seiner Ursprünglichkeit, ist das Ueberleben als letzte unschätzbare Gen-Ressource für alle Plantagen der Welt stark gefährdet. Die Produktionsmenge ist natürlich beschränkt. Eine Ausweitung kann nur erreicht werden, wenn der Regenwald gelichtet wird, damit mehr Platz für Kaffeepflanzen entsteht. Dieser Teufelskreislauf kann nur durch rigorosen Schutz des Regenwaldes und der lizensierten Pflücker durchbrochen werden. Ob und auf welche Weise dies geschieht, soll mittels Interviews mit massgebenden Persönlichkeiten der staatlichen Institutionen (Landwirtschaftsminister) und der Kaffeeorganisationen untersucht werden. Aber auch einfache Menschen, die in unmittelbarer Umgebung leben, sollen zu Wort kommen und ihre Sicht der Dinge kundtun können. 

Da die aethiopische Kaffeelandschaft von einer ausserordentlichen Viefalt geprägt ist, soll auch auf die Unterschiede von wildem Kaffee, Waldkaffee, Halb-Waldkaffee, Gartenkaffee und Plantagenkaffee eingegangen werden, sowie auf die Tatsache, dass 95% der Kaffeeproduktion die Kleinbauern bewältigen. 

Aus dem Hochland südwestlich von Addis Abebba, Southern Nations, Nationalities and People's (SNNP), stammt über die Hälfte der gesamten Kaffeeproduktion von Aethiopien. Hier wird der Hauptteil der Dokumentation realisiert, da die meisten der oben genannten Aspekte und Themen in dieser Region verankert sind und die Welt der Spezialitätenkaffees Aethiopiens filmisch optimal eingefangen werden kann. 

Um jedoch das reiche Vorkommen an verschiedenen Gourmet-Kaffees und ihrer Gewinnung in Aethiopien umfassend zeigen zu können, wird noch eine Spezialität aus dem Norden des Landes vorgestellt: Der Klosterkaffee von den Mönchs-Inseln des Lake Tanas. Dieser Kaffee steht zugleich als Synonym für die kulturell reiche Vergangenheit Aethiopiens. Seit Urzeiten kultivieren auf diesen Inseln koptische Klostergemeinschaften Kaffeeplantagen - und dies seit hunderten von Jahren, beinahe unberrührt vom Einfluss der Aussenwelt. 

Die Absicht ist es, mit der Neugier und der Faszination eines Liebhabers von speziellen Kaffees und Plantagen, die Protagonisten, also die Bauern, Pflücker und ihre Familien, sowie Zubereitungsarten, die Pflege der Kaffeekultur, die landschaftliche Umgebung in ihrer Schönheit, aber auch in ihrer Armut, zu beleuchten und auf zu zeigen. Das Publikum soll einen echten Einblick in die Herkunft der Gourmet-Kaffees bekommen.

2. DER FILM 

2.1. THEMATIK

Kaffee heute

Vor ca. 25 Jahren war die vielfältige Welt des Weines reduziert im Wissen der Konsumenten verankert. Abgesehen von einigen wenigen Grand Crus waren die meisten Weine Verschnitte von einigen Weingebieten eines Landes. In den Restaurants und Verkaufslokalen war die Auswahl klein. Dann fand, aufgrund einiger Skandale und dem immer schlechter werdenden Ruf dieser Art Wein, ein Umdenken statt. Vorallem kleine Weingute begannen, mehr auf Qualität denn auf Quantität zu achten und beschäftigten sich mit dem sorgfältigen Ausbau der Weine beim Keltern. Heute haben wir eine beinahe unerschöpfliche Auswahl an qualitativen Weinen aus fast allen Regionen. 

Ein ähnliches Umdenken findet im Kaffeegeschäft statt. Vorallem kleinere Röstereien geben sich nicht mehr zufrieden mit anonymem Rohkaffee, der aus verschiedenen Plantagen zusammengemixt wird und nach groben Kriterien (Columbian Milds, other Milds, etc.) der Warenbörse klassifiziert wird. Oberstes Prinzip ist nicht mehr die konstant gleich schmeckende Mischung, die den einzelnen Provenienzen der jeweiligen Länder keine Beachtung schenkt. 

Immer mehr Konsumenten und kleine Röstereien wollen wissen, wer den Rohkaffee produziert hat, welche Hazienda sich bei der Aufzucht, Ernte und Aufbereitung besonders Mühe gegeben hat. Es sind nicht mehr die anonymen Mischungen von grossen Labels, von denen man keine Ahnung hat, welcher Kaffee verwendet wird, die das Besondere ausmachen. Langsam dringt ins Bewusstsein der Konsumenten, dass einzelne, sortenreine Plantagenkaffees einen wunderbaren, spezifischen Geschmack haben können, der weit interessanter ist als jede noch so gelungene Mischung. Auf der anderen Seite manifestiert sich unter den vorallem kleinen Kaffeeproduzenten, dass sich weltweit langsam ein Spezialitätenkaffeemarkt etabliert, der es ihnen ermöglicht, sich auf die Qualität ihres Kaffees zu konzentrieren und einen weitaus höheren Erlös zu erzielen als mit Massenproduktion. Durch Direktimporte werden viele Zwischenhändler ausgeschaltet und der Konsument kann dadurch zurückverfolgen, von welchem Produzenten oder von welcher Lage der jeweilige Kaffee stammt. Terroir, Umwelteinflüsse und sorgfältige Ernte bestimmen die jeweilige Ernte eines Jahres und können Schwankungen unterliegen, die man in der Tasse schmeckt. Diese Spezialitätenkaffees werden zusehends zu einem eigenen Label, das nicht künstlich generiert werden muss, sondern sich einen Namen macht durch Qualität und spezifische, eigene Aromakomponenten. Erst kürzlich hat der Staat Aethiopien vor einem amerikanischen Gericht den Schutz der Kaffeebezeichnungen "Sidamo, Yrgacheffe und Harare" als Label gegen den harten Widerstand des Multis Starbucks durchsetzen können und somit auch einen wichtigen Kampf gewonnen, der es ermöglicht, dass der Mehrwert eines Qualität-Produktes eher den Produzenten zugute kommt und ihnen so ermöglicht, am Ausbau von guten Kaffees weiter zu arbeiten. 

Auch die weltweite Vernetzung durch das Internet gibt kleinen Kaffeeplantagen die Möglichkeit, ihre Ernte direkt zu vermarkten und so den gerechten Lohn ihrer Mühe zu bekommen. Wenn ihr Kaffee von herausragender Qualität ist, dann ist es nicht selten, dass sie für ihre Ernte bis zum fünffachen des üblichen Preises erzielen. 

Es existieren inzwischen unzählige kleine Plantagen, die sich weltweit darauf konzentrieren, solche Spezialitätenkaffees zu produzieren. Nur ist dies noch nicht ganz bis zu den Konsumenten in den Industrieländer durchgedrungen, da die geballte Werbemacht der grossen Konzerne und ihrer Labels daran kein Interesse haben können. 

Hinter den einzelnen Spezialitätenkaffees stecken wundervolle Geschichten, die in dieser Dokumentarfilm-Reihe erzählt werden; da gibt es die Yanesha-Indianer in Peru, die jahrelang von der Regierung und den kämpfenden Revolutionären des "Leuchtenden Pfades" gleichermassen terrorisiert wurden, bis sie vor einigen Jahren als Wiedergutmachung die Erlaubnis bekamen, in einem Nationalpark sanfte Landwirtschaft zu betreiben. Mit Hilfe von Agrarspezialisten etablierten sie in wenigen Jahren einen herausragenden Kaffee, der von Anfang an als Spezialitätenkaffee gedacht war. Oder die Volksgruppe der Torajas in Indonesien, die in ihren kleinen Gartenplantagen einen Kaffee produzieren, der wohl als der sorgfältigst aufbereitete Kaffee der Welt gilt, da die Familienmitglieder jede einzelne Kaffeebohne begutachten und von Hand polieren, bis sie in makellosem jadegrün erscheint und so das strenge Qualitätskriterium der Torajas erfüllt und in handgeschnitzte, kleine Holzfässer abgefüllt werden kann. Oder der Kaffee aus Papua Neuguinea, der von Familienclans in unzugänglichen, kleinen Plantagen mitten im Dschungel des Hochlandes, gezüchtet wird. Um die Qualitätskriterien eines Gourmetkaffees zu vermitteln, war es notwendig, ein Comics zu zeichnen, da in diesem Land beinahe jeder Clan eine eigene Sprache spricht. Abgesehen davon gibt es zahlreiche Geschichten aus Indien, Kuba, Brasilien Ruanda, etc zu erzählen. Alle haben ihre individuelle Eigenheit und Mystik, doch allenist eines gemeinsam: Hervorragender Kaffee! Und deshalb bin ich davon überzeugt, dass diese Geschichten erzählt werden sollen und beim beim Publikum auf grosse Beliebtheit stossen werden. 

Drehort Aethiopien 

Der erste Film in dieser Dokumetar-Reihe befasst sich mit Spezialitätenkaffees aus Aethiopien und beschränkt sich hinsichtlich der vielen guten Kaffees, die hier produziert werden, auf die Hochebene südwestlich von Addis Abbeba und auf die Inseln im Lake Tana nordwestlich von Addis Abbeba, sowie die Stadt Addis Abbeba selbst, wo sich das nationale Kaffeeboard befindet. Um in Aethiopien filmen zu können, braucht es für jeden Standort eine Drehgenehmigung, die streng kontrolliert wird. Dies macht es schwierig, vor Ort auf spezifische Eigenheiten zu reagieren, die nicht vorhersehbar waren. Auch ist bekannt, dass die Bevölkerung von Aethiopien trotz ihrer grossen Armut eine stolze Volksgruppe ist, die eine grosse Kultur in sich trägt. Man kann nicht einfach "drauflos" filmen, sondern muss zuerst das Vertrauen der Protagonisten gewinnen und die Erlaubnis, sie zu filmen. Es ist schwierig, im Vorfeld der Produktion genau zu definieren, wie der Pilotfilm schlussendlich aussehen wird und erfordert eine gewisse Flexibilität bezüglich der definitiven Inhalte, abgesehen von Spezialitätenkaffe und Kaffeekultur.

Beteiligung an Produktionskosten für den Dokumentarfilm 

“ROTES GOLD AUS AETHIOPIEN” 
Das Wissen über Gourmet-Kaffees ist noch ausgesprochen gering in der Bevölkerung. Deshalb plant Kaffeepur AG (media), alljährlich einen Dokumentarfilm zu produzieren, indem von einem bestimmten Kaffeeproduzenten-Land seine besten Provenienzen vorgestellt werden. Als Pilotfilm beginnen wir mit der Urheimat des Arabicas; Aethiopien. 

Die Produktion eines Dokumentarfilmes ist sehr kostspielig und übersteigt die Möglichkeiten der kleinen Gourmet-Rösterei Kaffeepur AG, weshalb wir noch Sponsoren und Koproduzenten suchen. Nachstehend sind 3 mögliche Varianten aufgelistet, wie Sie in dieses spannende Projekt investieren können. 

VARIANTE 1: SPONSORING 

Mit einem Betrag von CHF 3000.- werden Sie Sponsor des Pilotprojektes “ROTESGOLDAUS AETHIOPIEN”und namentlich im Nachspann des Filmes, sowie auf dem Umschlag der DVD-Auskoppelung, genannt. 

VARIANTE 2: SPONSORING + KAUF VON 5 MIN. FILMMATERIAL 

Mit einem Betrag von CHF 6000.- werden Sie Sponsor des Pilotprojektes “ROTESGOLDAUS AETHIOPIEN”und namentlich im Nachspann des Filmes, sowie auf dem Umschlag der DVD-Auskoppelung, genannt. Zudem erhalten Sie das Recht, 5 Minuten vom Filmmaterial für eigenen Zwecke zu gebrauchen (Schulung, Messeauftritt, Werbung, etc.) Auf Wunsch übernehmen wir für Sie den gewünschten Filmschnitt (reduzierter Stundenansatz: CHF 70.- inkl. Schnittstudio). 

VARIANTE 3: COPRODUZENT 

Mit einem Betrag von CHF 20’000.- werden Sie Coproduzent. Bei einer erfolgreicher Vermarktung erhalten Sie die Investition zurück und sind mit 10% am Gewinn beteiligt. Zudem werden Sie im Nachspann sowie auf der DVD-Auskoppelung als Koproduzent aufgeführt.

Als Beilage erhalten Sie eine Projektbeschreibung und einen zusammengefassten Budget-Plan. Es ist geplant, den Dokumentarfilm in einer deutschen und englischen Fassung zu produzieren und ihn in der Schweiz, BRD, Österreich und im englischen Sprachbereich an TV-Stationen anzubieten. Die Dreharbeiten am Pilotfilm “ROTES GOLD AUS AETHIOPIEN” beginnen bereits am 22. Nov. bis 6. Dez. 08, weshalb eine Investition oder Sponsoring relativ kurzfristig erfolgen sollte. Bei Interesse bin ich gerne bereit, Ihnen persönlich ausführlich über die geplante Dokumentarfilm-Reihe “COFFEESHOTS” zu erzählen. Es würde mich sehr freuen, Sie über die eine oder andere Beteiligungsvariante mit an “Bord” zu haben und freue mich auf Ihre Reaktion. 


Mit den besten Grüssen 
Angelo Staeldi 
Gourmet-Röster + Filmemacher 

Kaffeepur AG Media  /  Mellingerstrasse 10  /  Postfach 5443 Niederrohrdorf  

www.coffeeshots.de       www.kaffeepur.ch 

Kontakt: kaffee@kaffeepur.ch